
Adresse des Hilfswerk:
Daniel Hess
Friedenstr. 11
8805 Richterswil
Tel: 043 888 96 03
Fax: 043 888 96 04
Mail: info(ät)aktion-verzicht.ch
Web: www.aktion-verzicht.ch [1]
PC Konto 80-30596-8 Aktion Verzicht
Sitz des Vereins:
4500 Solothurn
Hubelmattstr. 18
(A. Baumann, Präsident)
Tel: 032 6229782
Mail: baumann(ät)aktion-verzicht.ch
Liebe Freunde, liebe Leserinnen und Leser
Verzicht in Aktion baut Brücken!
Ihr kennt ja die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Er, der reich war, wurde arm um unsertwillen, damit wir durch Seine Armut reich w�rden. 2Kor 8,9
Jesus hat auf seinen Reichtum und seine Machtstellung verzichtet und so für uns die Brücke zum Vater gebaut.
Und ich? Will ich gerne auf etwas verzichten, das ich gut und ohne Einschränkung haben darf, um so eine Brücke zu bauen zu Menschen, die kaum das Notdürftige haben? Gott kann es wirken!
Wir sind es, die "eingepfropft wurden und Anteil bekommen haben an der Wurzel (Jesus), die dem Ölbaum Fettigkeit verleiht." (Röm 11,17)
Paulus lädt uns in 2Kor 8,1-24 ein, aus unserem überfluss dem Mangel der jüdischen Geschwister zu wehren. So lasst uns um Phantasie beten, wie wir aus Liebe zu unserem Herrn Brücken der Liebe bauen können durch Verzicht in Aktion.
Brigitta Baumann
Verzicht in Aktion - Segen durch gelebte Solidarität
Kaum zu glauben; aber wir sind schon wieder im November, dem Sondermonat unseres Hilfswerkes. Also Zeit zum Innehalten und Nachdenken. Vieles hat sich ereignet und verändert.
Für die von uns unterstützten jüdischen Menschen, vor allem Holocaustbetroffenen, sind leider keine Veränderungen zum Guten feststellbar. Die politische Instabilität in der Ukraine und in Weissrussland verhindert jegliche wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung. Somit verschärft sich der Überlebenskampf unserer unterstützten Personen stetig.
Auf der anderen Seite stehen wir Schweizer unter einem lange andauernden (unverdienten?) Segen. Pressemeldungen vom 20.10.2011 bestätigen die Schweiz als reichste Nation der Welt. Natürlich sind das Durchschnittszahlen, die Einzelschicksale überdecken. Trotzdem dürfen wir uns allezeit frei unter dem Wort Gottes versammeln, ohne von Alltagssorgen erdrückt zu werden.
Daniel Hess, unserem Geschäftsführer, verdanken wir es, dass wir Ihnen (ausgehend von einem gleichen A4 Blatt wie letztes Jahr) durch bessere Ausnutzung ein etwas grösseres Kässeli zur Verfügung stellen dürfen. Vielleicht machen Sie die Erfahrung, dass bei gleicher Ausgangslage unter Gottes Segen eine etwas grössere Ernte möglich ist? Bitte teilen Sie doch Ihre Erfahrungen mit uns!
Wir freuen uns, Sie am rückfliessenden Segen der Beschenkten zu beteiligen. Lesen Sie doch wieder einmal 2. Korinther die Kapitel 8 und 9, wenn möglich auch in einer moderneren Übersetzung.
Wer spärlich anpflanzt, wird auch spärlich ernten. Jeder sollte geben nach dem, was er in seinem Herzen beschlossen hat, nicht murrend oder unter Zwang, denn Gott liebt einen freudigen Geber. (2Kor 9,6+7)
Herzlichen Dank für Ihre Treue. Sie dürfen unser Hilfswerk auch in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis vorstellen.
Andreas Baumann
Wie können wir denn GEBEN?
Kürzlich beschäftigte ich mich mit dem biblischen Buch Esther. Ganz unbesehen der güngigen Auslegung der einzelnen Rollen fiel mir bei der Figur "Königin Waschti" auf, dass auch ihr Verhalten in der erwähnten Situation dem Motto "I do it my way" (siehe Artikel in der Sondernummer Okt. 2010) folgte, indem sie ihr eigenes Festgelage feierte, anstatt der Einladung des Königs, ihres Mannes, Folge zu leisten. Was hat sie geerntet?! Sie hat wohl gegeben, aber nach ihrem Eigensinn.
Ich war überrascht über eine spezielle, wohl nicht gängige Sichtweise zu solchem Verhalten, die mir Gott aufzeigte. Auf jeden Fall fordert mich diese Situation wieder neu heraus, mich ganz in Gottes Wege und Weise zu geben und mich von ihm mit neuem Verständnis beschenken zu lassen, das das Herkömmliche sprengt.
Ist dies nicht auch ein Aspekt des "Hebräer Seins"? Kennt ihr diesen Ausdruck? Was ich damit meine?
Am Beispiel Abrahams möchte ich es in Kurzfassung veranschaulichen: A. war sozusagen der erste Hebräer, weil er "von jenseits hinüber ging" und damit Gottes Ruf folgte (1Mose 12,1-5). Er verliess den Boden der bisherigen vertrauten Sicherheit und Norm, er verliess seine eigene Welt, in der er der "Herr" war, er verliess in einem gewissen Sinn seine eigene Art, die Dinge zu tun, und liess sich von Gott dazu motivieren, sich ganz IHM zu geben, sich ganz auf SEINE Wege und SEINE Art einzulassen. Schlussendlich erntete er die Frucht der Verheissung: Isaak, Leben. Und weil er nach einem langen Leben in Gemeinschaft mit Gott wusste, dass ER treu seine Verheissungen erfüllt, war er sogar bereit, das "nicht mehr Normale" zu tun, Isaak zurückzugeben - in dieser Gewissheit: Gott kann ihm aus dem Nichts wieder Leben schaffen.
Ich komme zurück zum Buch Esther. Esther musste einen (inneren) Weg machen, bis sie dahin kam, sich "radikal" für ihr Volk einzusetzen (Schluss von 4,16!). Sich der Todesgefahr bewusst, entschied sie sich nicht dafür, der Norm des "höfischen Lebens" zu leben, sondern folgte dem Motto eines Mose, eines Herrn Jesus: "Da er wohl hätte mögen Freude haben....." (Hebr 12,2) - entschied sich doch jeder von ihnen für die Wege Gottes. Kann uns das beispielhafte Vorbild von Esther motivieren, dass auch wir uns ganzheitlich und auf allen Ebenen Gott (zurück-) geben, (z.B.) indem wir uns für das jüdische Volk einsetzen? Lassen wir uns durch Gottes Liebe und Zusagen zu einer neuen Form der Hin-Gabe bewegen; lassen wir uns von IHM herausrufen, "hinüberzugehen"!
"Herr Jesus Christus, du forderst uns in deinem Wort (Bergpredigt - u.a. Mt 5,43ff; Mt 5,20; Joh 13,34) immer wieder heraus, über die "Tradition" hinauszugehen, mit dir überzusetzen auf eine neue Ebene, wo du und dein Reich die Norm bilden. Dies ist eine Ehre für uns, auch wenn wir es nicht immer erkennen und nachvollziehen können; dennoch wollen wir dir voll Dankbarkeit und Vertrauen auf deine Seite hinüber folgen - du bist dessen würdig. Amen"
Brigitte Burkhardt
Viele von den Menschen in der Ukraine mussten sich wegen ihrer Armut und Krankheiten eine schwere und für uns kaum vorstellbare Frage stellen: "Soll ich mich in meiner Lage überhaupt medizinisch behandeln lassen? Wäre es nicht besser, dieses dafür benötigte Geld für etwas Anderes zu verwenden wie z.B. fürs Essen oder für die laufenden Rechnungen? Es ist schwer zu verstehen, dass viele Personen sich in solch katastrophalen Lagen befinden! Das Geld, das sie haben, reicht entweder fürs ärmliche überleben des nächsten Monats oder für einen Teil der benötigten Arzneimittel. Wenn wir mit solchen Situationen und schwer zu beantwortenden Fragen konfrontiert werden, rufen wir desto lauter zum Herrn um seine Barmherzigkeit, Gnade und Hilfe. Eine solche Person ist die 78- jährige Roza, die seit März dieses Jahres krebskrank ist. Ihre monatliche Altersrente beträgt 670 Hrywnja, (was umgerechnet Fr. 90.- ist). Mit Tränen in den Augen zeigte uns Roza ihre Medikamente, die sie einnehmen soll. Auf den kleinen Schachteln standen Preise von: 150, 170, 200 Hrywnja... Wer rechnen kann, sieht, dass Roza nicht imstande ist, mit ihrer Rente den Monat (auch sehr bescheiden) zu überleben. Wir sind Gott sehr dankbar, dass wir Roza helfen können. Zusätzlich bekommt Roza täglich das Mittagessen aus der Suppenküche in Vinnicja.
Informationen:
Leider wurden beim letzten Rundbriefversand die falschen Karteiadressen verwendet, deshalb haben nicht alle den Rundbrief Nr. 88 erhalten. Für diesen Fehler bitte ich Sie herzlich um Entschuldigung.
Daniel Hess