October 2011Verzicht in Aktion Sonderrundbrief 2011
Von: Verzicht in Aktion baut Br�cken!Verzicht in Aktion baut Brücken!
Liebe Freunde, liebe Leserinnen und Leser
Verzicht in Aktion baut Br�cken!
Ihr kennt ja die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Er, der reich war, wurde arm um unsertwillen, damit wir durch Seine Armut reich w�rden. 2Kor 8,9
Jesus hat auf seinen Reichtum und seine Machtstellung verzichtet und so f�r uns die Br�cke zum Vater gebaut.
Und ich? Will ich gerne auf etwas ver�zichten, das ich gut und ohne Ein�schr�nkung haben darf, um so eine Br�cke zu bauen zu Menschen, die kaum das Notd�rftige haben? Gott kann es wirken!
Wir sind es, die �eingepfropft wurden und Anteil bekommen haben an der Wurzel (Jesus), die dem �lbaum Fettigkeit verleiht.� (R�m 11,17)
Paulus l�dt uns in 2Kor 8,1-24 ein, aus unserem �berfluss dem Mangel der j�dischen Geschwister zu wehren. So lasst uns um Phan�tasie beten, wie wir aus Liebe zu unserem Herrn Br�cken der Liebe bauen k�nnen durch Verzicht in Aktion.
Brigitta Baumann
Verzicht in Aktion � Segen durch gelebte Solidarit�t
Kaum zu glauben; aber wir sind schon wieder im November, dem Sondermonat unse�res Hilfswerkes. Also Zeit zum Innehalten und Nachdenken. Vieles hat sich ereignet und ver�ndert.
F�r die von uns unterst�tzten j�dischen Menschen, vor allem Holocaustbetroffenen, sind leider keine Ver�nderungen zum Guten feststellbar. Die politische Instabilit�t in der Ukraine und in Weissrussland verhindert jegliche wirtschaftliche Aufw�rtsent�wicklung. Somit versch�rft sich der �berlebenskampf unserer unterst�tzten Personen stetig.
- Die Kaufkraft der schon kleinen Renten sinkt.
- Die Wohnungsmiete und die Preise f�r Strom , Gas, Wasser��.steigen.
- Das trostlose, korrupte Gesundheitswesen zerf�llt weiter; gute �rzte sind abgewandert oder behandeln nur noch auf eigene Rechnung gegen Vorauszahlung.
Auf der anderen Seite stehen wir Schweizer unter einem lange andauernden (unverdienten?) Se�gen. Pressemeldungen vom 20.10.2011 best�ti�gen die Schweiz als reichste Nation der Welt. Nat�rlich sind das Durchschnittszahlen, die Ein�zelschicksale �berdecken. Trotzdem d�rfen wir uns allezeit frei unter dem Wort Gottes versam�meln, ohne von Alltagssorgen erdr�ckt zu werden.
Daniel Hess, unserem Gesch�ftsf�hrer, verdanken wir es, dass wir Ihnen (ausgehend von einem gleichen A4 Blatt wie letztes Jahr) durch bessere Ausnutzung ein etwas gr�sseres K�sseli zur Verf�gung stellen d�rfen. Vielleicht machen Sie die Erfahrung, dass bei gleicher Ausgangslage unter Gottes Segen eine etwas gr�ssere Ernte m�glich ist? Bitte teilen Sie doch Ihre Erfahrungen mit uns!
Wir freuen uns, Sie am r�ckfliessenden Segen der Beschenkten zu beteiligen. Lesen Sie doch wieder einmal 2. Korinther die Kapitel 8 und 9, wenn m�glich auch in einer moderneren �bersetzung.
Wer sp�rlich anpflanzt, wird auch sp�rlich ernten. Jeder sollte geben nach dem, was er in seinem Herzen beschlossen hat, nicht murrend oder unter Zwang, denn Gott liebt einen freudigen Geber. (2Kor 9,6+7)
Herzlichen Dank f�r Ihre Treue. Sie d�rfen unser Hilfswerk auch in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis vorstellen.
Andreas Baumann
Wie k�nnen wir denn GEBEN?
K�rzlich besch�ftigte ich mich mit dem biblischen Buch Esther. Ganz unbesehen der g�ngigen Auslegung der einzelnen Rollen fiel mir bei der Figur �K�nigin Waschti� auf, dass auch ihr Verhalten in der erw�hnten Situation dem Motto �I do it my way� (siehe Artikel in der Sondernummer Okt. 2010) folgte, indem sie ihr eigenes Festgelage fei�erte, anstatt der Einladung des K�nigs, ihres Mannes, Folge zu leisten. Was hat sie geerntet?! Sie hat wohl gegeben, aber nach ihrem Eigensinn.
Ich war �berrascht �ber eine spezielle, wohl nicht g�ngige Sichtweise zu solchem Verhalten, die mir Gott aufzeigte. Auf jeden Fall fordert mich diese Situation wieder neu heraus, mich ganz in Gottes Wege und Weise zu geben und mich von ihm mit neuem Verst�ndnis beschenken zu lassen, das das Herk�mmliche sprengt.
Ist dies nicht auch ein Aspekt des �Hebr�er Seins�? Kennt ihr diesen Ausdruck? Was ich damit meine?
Am Beispiel Abrahams m�chte ich es in Kurzfassung veranschaulichen: A. war sozu�sagen der erste Hebr�er, weil er �von jenseits hin�ber ging� und damit Gottes Ruf folgte (1Mose 12,1-5). Er verliess den Boden der bisherigen vertrauten Sicherheit und Norm, er verliess seine eigene Welt, in der er der �Herr� war, er verliess in einem gewissen Sinn seine eigene Art, die Dinge zu tun, und liess sich von Gott dazu moti�vieren, sich ganz IHM zu geben, sich ganz auf SEINE Wege und SEINE Art einzulas�sen. Schlussendlich erntete er die Frucht der Verheissung: Isaak, Leben. Und weil er nach einem langen Leben in Gemeinschaft mit Gott wusste, dass ER treu seine Ver�heissungen erf�llt, war er sogar bereit, das �nicht mehr Normale� zu tun, Isaak zu�r�ckzugeben � in dieser Gewissheit: Gott kann ihm aus dem Nichts wieder Leben schaffen.
Ich komme zur�ck zum Buch Esther. Esther musste einen (inneren) Weg machen, bis sie dahin kam, sich �radikal� f�r ihr Volk einzusetzen (Schluss von 4,16!). Sich der To�desgefahr bewusst, entschied sie sich nicht daf�r, der Norm des �h�fischen Lebens� zu leben, sondern folgte dem Motto eines Mose, eines Herrn Jesus: �Da er wohl h�tte m�gen Freude haben�.� (Hebr 12,2) - entschied sich doch jeder von ihnen f�r die Wege Gottes. Kann uns das beispielhafte Vorbild von Esther motivieren, dass auch wir uns ganzheitlich und auf allen Ebenen Gott (zur�ck-) geben, (z.B.) indem wir uns f�r das j�dische Volk einsetzen? Lassen wir uns durch Gottes Liebe und Zusagen zu einer neuen Form der Hin-Gabe bewegen; lassen wir uns von IHM herausrufen, �hin�berzugehen�!
�Herr Jesus Christus, du forderst uns in deinem Wort (Bergpredigt � u.a. Mt 5,43ff; Mt 5,20; Joh 13,34) immer wieder heraus, �ber die �Tradition� hinauszugehen, mit dir �berzusetzen auf eine neue Ebene, wo du und dein Reich die Norm bilden. Dies ist eine Ehre f�r uns, auch wenn wir es nicht immer erkennen und nachvollziehen k�nnen; dennoch wollen wir dir voll Dankbarkeit und Vertrauen auf deine Seite hin�ber folgen � du bist dessen w�rdig. Amen�
Brigitte Burkhardt
Viele von den Menschen in der Ukraine mussten sich wegen ihrer Armut und Krankheiten eine schwere und f�r uns kaum vorstellbare Frage stellen: �Soll ich mich in meiner Lage �berhaupt medizinisch behandeln lassen? W�re es nicht besser, dieses daf�r ben�tigte Geld f�r etwas Anderes zu verwenden wie z.B. f�rs Es�sen oder f�r die laufenden Rechnungen? Es ist schwer zu verstehen, dass viele Perso�nen sich in solch katastrophalen Lagen befin�den! Das Geld, das sie haben, reicht entweder f�rs �rmliche �berleben des n�chsten Monats oder f�r einen Teil der ben�tigten Arznei�mittel. Wenn wir mit solchen Situationen und schwer zu beantwortenden Fragen konfrontiert werden, rufen wir desto lauter zum Herrn um seine Barmherzigkeit, Gnade und Hilfe. Eine solche Person ist die 78- j�hrige Roza, die seit M�rz dieses Jahres krebskrank ist. Ihre monatliche Altersrente betr�gt 670 Hrywnja, (was umgerechnet Fr. 90.- ist). Mit Tr�nen in den Augen zeigte uns Roza ihre Medi�kamente, die sie einnehmen soll. Auf den kleinen Schachteln standen Preise von: 150, 170, 200 Hrywnja... Wer rechnen kann, sieht, dass Roza nicht imstande ist, mit ihrer Rente den Monat (auch sehr bescheiden) zu �berleben. Wir sind Gott sehr dankbar, dass wir Roza helfen k�nnen. Zus�tzlich bekommt Roza t�glich das Mittagessen aus der Suppenk�che in Vinnicja.
Informationen:
Leider wurden beim letzten Rundbriefversand die falschen Karteiadressen verwendet, deshalb haben nicht alle den Rundbrief Nr. 88 erhalten. F�r diesen Fehler bitte ich Sie herzlich um Ent�schuldigung.
Daniel Hess


